Wie ertrage ich die Krankheit oder Demenz eines Elternteils, wenn er mich nicht mehr kennt?
Betrauern Sie den Elternteil, der schon fort ist, während der Leib noch da ist; Sie dürfen einen lebenden Menschen beweinen. Fordern Sie kein Erkennen und keinen Dank, den er nicht geben kann. Schenken Sie ihm eine würdige Gegenwart — Ihre Pflege ist jetzt das Ehren. Und beten Sie auch für sich, schlicht: das ist ein Marathon, und Sie brauchen genug, um das Ende zu erreichen, ohne daran zerstört zu werden. Echte Hilfe zu suchen ist kein Verlassen.
Das Gebot ist kibud av va'em — Vater und Mutter ehren: in diesen Jahren wird es nicht Gehorsam, sondern Zärtlichkeit, das Wahren der Würde dessen, der die eigene nicht mehr wahren kann.
Aus den Quellen „Verwirf mich nicht in meinem Alter; verlass mich nicht, wenn meine Kraft vergeht.“ — Psalm 71